Wo Holz gehackt wird… kann auch Pellet produziert werden

Wo Holz gehackt wird… kann auch Pellet produziert werden

Wälder bedecken fast 30 Prozent der Fläche Polens. Sie stellen unser nationales Gut dar und prägen den Charakter der Weichsellandschaft. Die Frage der verantwortungsvollen Bewirtschaftung dieser Gebiete ist seit Jahren Gegenstand politischer, ökologischer und weltanschaulicher Streitigkeiten.

Dennoch bleiben Wälder weiterhin eine Quelle eines der universellsten Rohstoffe, die der Mensch kennt – Holz.

Da Holz von Natur aus ein langsam nachwachsender Rohstoff ist, liegt es in unserem Interesse, Lösungen zu suchen, die eine möglichst effiziente Nutzung des bei der Abholzung gewonnenen Rohstoffs ermöglichen. Hier kann sich die Technologie zur Herstellung von holzbasierten Brennstoffen als hilfreich erweisen – wie etwa Pellets oder Briketts.

Schauen wir uns das genauer an.

1. Abfälle aus der Abholzung und ihre Nutzung 

Die Abholzung von Wäldern erzeugt verschiedene Arten von Abfällen, darunter Baumreste wie Äste, Rinde oder Zweige, die nicht zur Holzproduktion genutzt werden. 

Dies ergibt sich daraus, dass in Ankaufstellen vor allem Baumteile wie Stämme, Rundhölzer und Balken mit geeignetem Durchmesser und passender Länge gefragt sind, die sich für die industrielle Verarbeitung eignen.

Weitere Abfälle sind Blätter, Unterholzvegetation sowie kleinere Pflanzen, die während der Abholzung zerstört werden.  

Glücklicherweise besitzen die oben genannten „Abfälle“ ein großes Energiepotenzial und eignen sich hervorragend zur Herstellung sogenannter Biomassebrennstoffe. 

Hier sind die zwei beliebtesten davon: 

Pellets 

Alle Arten von Spänen, Hackschnitzeln oder Ästen bilden die Grundlage für die Herstellung von Pelletseinem energiereichen Brennstoff in Granulatform. 

Für diesen Prozess wird eine sogenannte Pelletpresse benötigt. In ihrem Inneren wird die Biomasse zerkleinert und anschließend hoher Temperatur und hohem Druck ausgesetzt. Nach dem Abkühlen ist der Brennstoff bereit für den Einsatz in Öfen mit Pelletbrenner. Der Heizwert von Pellets aus Holzspänen liegt bei etwa 18 MJ/kg, und ihr Vorteil gegenüber unbehandeltem Holz besteht in der geringen Rauch- und Ascheentwicklung sowie der einfachen Dosierung. 

Briketts

Die zweite beliebte Art der Nutzung von Biomasse ist die Brikettierung. Der Vorteil einer Maschine zur Herstellung von Briketts, einer Brikettiermaschine, besteht in ihrer größeren „Toleranz“ gegenüber verschiedenen Arten von Abfällen. Während sich für die Pelletproduktion nahezu ausschließlich holzbasierte Abfälle eignen, können für das Pressen von Briketts auch Blätter, Gras, Wurzeln usw. verwendet werden. 

Ein solches Mischbrikett ist zwar ein etwas weniger energiereicher und stärker rauchender Brennstoff, eignet sich jedoch zum Heizen von Universalheizkesseln und sogar Kohleöfen mit regulierbarer Luftzufuhr. In dieser Hinsicht ist es deutlich vielseitiger als spezialisierte Pellets.

2. Holzabfälle – die Grundlage für Biomassebrennstoffe

- Sägewerksabfälle

Sobald die im Wald gefällten Bäume auf den Lastwagen verladen und kleinere Äste eingesammelt wurden, machen sich die für die weitere Verarbeitung bestimmten Stämme auf den Weg zum Sägewerk.

Dort werden unregelmäßige Balken in gleichmäßige Bretter verwandelt. 

Das Nebenprodukt dieser Verarbeitung sind, wie unschwer zu erraten ist… Holzabfälle. 

Sägespäne und Sägemehl aus Sägewerken stellen den besten Rohstoff für die Herstellung hochwertiger Pellets und Briketts dar. 


- Abfälle aus der weiteren Holzverarbeitung

Fertige Bretter aus dem Sägewerk gelangen zu Privatpersonen, Großhändlern und verschiedensten Produktionsbetrieben.

Dazu gehören Möbelwerkstätten, große Industrieanlagen und alle Arten von Fabriken.

In dieser Phase der Holzverarbeitung entsteht durch Schleifen, Formen und Zuschneiden ebenfalls eine beträchtliche Menge an Spänen oder Hackschnitzeln.

Ein sinnvoller Umgang mit diesen Reststoffen setzt ihre optimale Nutzung voraus. 

Die Herstellung von Pellets oder Briketts ist genau eine solche Lösung. 


- Haushaltsabfälle

Auch beim Führen eines eigenen Haushalts erzeugen wir eine gewisse Menge an holzbasierten Reststoffen. Dazu können alte Möbel, unbrauchbare Werkzeuge, Zaunteile, beschädigte Europaletten, minderwertige Bretter und Ähnliches gehören. Jegliches unbehandelte und nicht verleimte Holz eignet sich zum Pelletieren oder Brikettieren. Eine solche Lösung ermöglicht es, angesammeltes Material zu entsorgen und gleichzeitig Geld zu sparen oder sogar durch die eigene Brennstoffproduktion zu verdienen.

Es sollte jedoch daran erinnert werden, dass jeder mögliche Verkauf von Biomassebrennstoffen, darunter Pellets, Briketts oder andere Formen von Biomasse, die Erfüllung bestimmter gesetzlicher Anforderungen erfordern kann. 

Um mehr über die eigenständige Herstellung von Biomassebrennstoffen zu erfahren, lesen Sie auch unseren anderen Artikel

02.03.2026 12:18:49
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