Abfallzerkleinerung – ökologisch und wirtschaftlich

Abfallzerkleinerung – ökologisch und wirtschaftlich

Jeder, der schon einmal Brennholz gekauft hat, kennt den Unterschied zwischen einem Kubikmeter und einem Raummeter. Für Uneingeweihte: Ein Kubikmeter Holz ist theoretisch ein massiver Holzblock mit einer Kantenlänge von 1 m, während ein Raummeter Holz ein ein Meter hoher Stapel von Ästen ist, der auch die Zwischenräume zwischen den einzelnen Holzstücken umfasst. 

 

Einfach gesagt: In einem Raummeter Holz befindet sich weniger Holz als in einem Kubikmeter, obwohl beide Maße gleich viel Platz einnehmen. 

 

Ein ähnliches Prinzip gilt auch für andere Materialien, darunter Abfälle. Wie lässt sich also die Effizienz ihres Transports und ihrer Lagerung erhöhen? 

Die Antwort ist einfach: Zerkleinern.

1. Zerkleinerung von Abfällen aus der Baumfällung

Äste und kleinere Baumteile können in der Natur in recht unregelmäßigen Formen auftreten, was ihren Transport erschwert. Ein Werkzeug, das ihre Zerkleinerung ohne mühsames Sägen erleichtert, ist ein Holzhäcksler

 

Dieses Gerät verwandelt Äste in Holzhackschnitzel in einer vom Benutzer festgelegten Größe. Ein benzinbetriebener Häcksler kann bei Arbeiten fernab von Betrieben hilfreich sein, wo ohne Zugang zu Strom große Mengen an Ästen verarbeitet werden müssen. 

 

Hackschnitzel sind leichter zu verladen und zu transportieren und bilden eine gute Grundlage für die Herstellung hochenergetischer Brennstoffe – Briketts und Pellets. Ein Häcksler kann einen Raummeter Äste in loses Material mit fast halb so großem Volumen verwandeln.

2. Zerkleinerung von Kunststoffabfällen

Für diesen Prozess werden sogenannte Kunststoffschredder benötigt. Sie verarbeiten verschiedene Arten von Kunststoffen wie PET-Flaschen, Verpackungen oder Kunststoffbeutel. 

 

Durch die Zerkleinerung lassen sich Kunststoffe leichter weiterverarbeiten, was die Recyclingeffizienz erhöht und die Rückgewinnung wertvoller Rohstoffe wie Polyethylen oder Polypropylen ermöglicht. Einer der Hauptvorteile dieses Prozesses ist selbstverständlich auch die Verringerung des Abfallvolumens, wodurch Transport und Lagerung effizienter werden.

 

Eine solche Lösung eignet sich gut für verschiedenste Betriebe, die große Mengen an Kunststoffabfällen erzeugen, z. B. Versandfolien. 



3. Zerkleinerung von Bauschutt mit Backenbrechern

Selbst sehr harte Materialien können durch den Einsatz spezialisierter Brecher zerkleinert werden.

Backenbrecher sind Geräte, die im Bergbau, im Bauwesen und im Recycling eingesetzt werden. Sie dienen zur Zerkleinerung verschiedener Materialien wie Steine, Gestein, Beton, Bauschutt und andere harte Stoffe. Sie stellen ein zentrales Werkzeug im Prozess der Zerkleinerung und Verarbeitung von Rohstoffen dar, um die passende Partikelgröße für die weitere Verwendung zu erzielen.

 

4. Zerkleinerung von Gummi

Die Verarbeitung von Altreifen oder anderen Gummiprodukten ist ebenfalls dank Zerkleinerern möglich. Zerkleinerter Gummi kann leichter in neue Produkte wie Straßenbeläge, Dämmmaterialien oder im Bauwesen verwendete Granulate umgewandelt werden. Die Zerkleinerung ermöglicht eine bessere Wiederverwendung von Eigenschaften wie Elastizität oder Abriebfestigkeit.

 

5. Zerkleinerung von Glas

Sogenannte Glasschredder können gebrauchte Flaschen und andere Glasabfälle in kleinere Stücke verarbeiten, die anschließend als Grundlage für eine erneute Produktion dienen können.

 

6. Zerkleinerung von Textilien

Textilabfälle wie alte Kleidung können zerkleinert und in Textilfasern oder Füllmaterial umgewandelt werden.

 

7. Metallrückgewinnung

Spezialisierte Metallschredder ermöglichen die Verarbeitung gebrauchter Metallelemente wie Bleche, Stahlstangen oder ausgediente Konstruktionen und erlauben so die Rückgewinnung wertvoller Rohstoffe.

8. Pelletierung oder Brikettierung von Biomasse

Eine alternative Methode zur Verringerung des Abfallvolumens – in diesem Fall von Biomasse – ist die Pelletierung oder Brikettierung. Eine Maschine zur Herstellung von Pellets (Pelletpresse) oder Briketts (Brikettpresse) zerkleinert in der ersten Phase ihres Betriebs das zugeführte Material fein. Anschließend werden unter hohem Druck Pelletgranulate oder Brikettblöcke daraus gepresst. 

Dies ist eine ideale Lösung für Betriebe, die große Mengen natürlicher Abfälle wie Stroh, Späne, Blätter, Gras oder pflanzliche Rückstände erzeugen.

 

Um mehr über die eigenständige Brennstoffproduktion aus Abfällen zu erfahren, lesen Sie unseren anderen Artikel. 

 

Zusammenfassend 

Die Vorteile der Nutzung von Zerkleinerern und Schreddern lassen sich vielfältig aufzählen. Die Zerkleinerung von Abfällen reduziert ihr Volumen, was Transport und Lagerung erleichtert und die Kosten für die weitere Verarbeitung senkt. 

 

Dies ermöglicht ein effizienteres Recycling, da kleinere Fraktionen leichter Verarbeitungsprozessen wie Schmelzen, Brechen oder Materialtrennung unterzogen werden können. Durch die Zerkleinerung erhöht sich auch die Möglichkeit, wertvolle Rohstoffe zurückzugewinnen, was zur Einsparung natürlicher Ressourcen und zur Reduzierung des Energieverbrauchs beiträgt. 

Ein hochwertiger Schredder, Häcksler oder Zerkleinerer ist eine einmalige Ausgabe, die sich langfristig als rentable Investition erweisen kann. 

05.03.2025 17:02:24
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