Ein Betrieb nach Maß des 21. Jahrhunderts – wie man dank Technologie Zeit und Geld spart

Die Landwirtschaft ist ein Beruf mit einer fast 10.000-jährigen Geschichte.
Unsere Vorfahren arbeiteten jahrhundertelang auf dem Feld, ausgestattet mit einfachen Werkzeugen und angewiesen auf die Kraft ihrer eigenen Muskeln sowie die Ausdauer der Tiere. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde das Bild der polnischen Dörfer von Verbrennungsmaschinen geprägt – Traktoren, Mähdrescher und Zugmaschinen verbreiteten sich.
Heute verändert sich mit der zunehmenden Automatisierung auch die Art und Weise, wie landwirtschaftliche Betriebe geführt werden. Modernität bedeutet schließlich nicht nur unbemannte Raumflüge und Elektroautos.
Schauen wir uns also an, wie moderne Technologie die Funktionsweise Ihres Betriebs verbessern kann. Hier ist eine Liste von fünf Geräten.
1. Schneckenförderer – einfache Automatisierung
Schneckenförderer, auch Trogförderer genannt, ist ein Gerät zum Transport von Schüttgut, meist innerhalb einer einfachen Produktionslinie. Seine Funktionsweise basiert auf der Drehung einer charakteristischen Spiralschnecke, der das Gerät seinen Namen verdankt. Dieses Element, die sogenannte Förderschnecke, bildet eine Art konkave Rinne, die mit dem transportierten Material gefüllt ist. Sie kann sich schneller oder langsamer drehen und so die Förderleistung regulieren. Der gesamte Mechanismus ist äußerst einfach und dadurch zuverlässig.
Dank ihrer Einfachheit und Zuverlässigkeit werden Schneckenförderer in Silos, Futtermühlen sowie in Bewässerungssystemen eingesetzt.
Sie eignen sich auch für Verarbeitungsbetriebe oder Sägewerke. Sie ermöglichen eine präzise Dosierung von Materialien und gewährleisten deren gleichmäßigen Transport über kurze Distanzen. Ihr Vorteil ist die Einsatzfähigkeit unter schwierigen Bedingungen sowie die einfache Regulierung der Fördergeschwindigkeit, was sie zu vielseitigen Geräten in landwirtschaftlichen Produktionsprozessen macht.
2. Getreidequetschen – bessere Futterqualität
Getreidequetschen sind landwirtschaftliche Maschinen, die zum Zerkleinern von Getreidekörnern dienen und deren Verdaulichkeit sowie Nährstoffaufnahme durch Tiere verbessern.
Es handelt sich um ein relativ einfaches, mobiles und vergleichsweise kompaktes Gerät. Es besteht aus einem Trichter-Dosierer, einem Quetschmechanismus in Form von Stahlwalzen mit Rillen sowie einem Auslass. Die gesamte Konstruktion steht auf vier verstellbaren Füßen. Einige Quetschen verfügen zudem über einen Magnetabscheider, der unerwünschte Metallpartikel auffängt, die ins Getreide gelangt sein könnten.
Das Quetschen der Körner bricht die Schale auf und erleichtert den Zugang zu Stärke und Proteinen. Diese einfache Verarbeitung erhöht die Verdaulichkeit des Getreides für Tiere um 20 Prozent im Vergleich zu ungequetschtem Korn – was sich in höheren Gewichtszunahmen bei Nutztieren zeigt.
In der Landwirtschaft werden Getreidequetschen hauptsächlich in Futterwerken, Futtermühlen und auf Tierhaltungsbetrieben eingesetzt.
Es ist eine sehr rentable Lösung für Betriebe, die sowohl Ackerbau als auch Tierhaltung betreiben. In einer solchen Konfiguration garantiert die eigene Herstellung von hochwertigem Futter volle Kontrolle und Unabhängigkeit.
Getreidequetschen sind effizient und leistungsfähig und ermöglichen die Herstellung von qualitativ hochwertigem Futter in großen Mengen sowohl für den Eigenbedarf als auch für den Verkauf.
Es ist jedoch zu beachten, dass für den Handel mit Futtermitteln entsprechende Genehmigungen erforderlich sind.
3. Brikettiermaschine – günstige Energie aus Abfällen
Jeder landwirtschaftliche Betrieb erzeugt eine bestimmte Menge an natürlichen Abfällen, der sogenannten Biomasse. Eine Alternative zur Kompostierung oder anderen Entsorgungsformen solcher Rückstände ist die Herstellung von ökologischen Biomassebrennstoffen.
Dazu benötigen wir eine Brikettiermaschine.
Die Herstellung von Briketts besteht darin, im Inneren der Maschine einen hohen Druck zu erzeugen, der die Materialpartikel verbindet und dauerhafte, leicht lager- und transportierbare Brennbriketts formt.
Der fertige Brennstoff hat meist die Form kleiner Quader.
Zu den für die Brikettproduktion geeigneten Materialien zählen: Sägemehl, Stroh, Blätter, Gras, Sägewerksabfälle, Getreidespelzen, Pflanzenstängel sowie in der Verarbeitung ungenutzte Teile von Pflanzen, Obst oder Gemüse.
Briketts sind ein Brennstoff mit einem breiten Anwendungsspektrum hinsichtlich der Verbrennungsgeräte. Die höchste Effizienz erreichen sie in für Biomasse geeigneten Öfen, können jedoch auch problemlos in Universalheizkesseln, Kohleöfen mit Luftzufuhrregelung sowie in Industriekesseln verwendet werden. Seltener können sie auch in Kaminen oder sogenannten „Kanonenöfen“ verbrannt werden. Die Energieeffizienz hochwertiger Briketts erreicht sogar 19 MJ/kg.
Ein Gerät, das der Brikettiermaschine ähnelt, jedoch etwas spezialisierter ist, ist die Pelletpresse. In Betrieben, die holzbasierte Abfälle erzeugen, kann sie sogar eine noch rentablere Lösung darstellen.
Um mehr über dieses Gerät zu erfahren, klicken Sie hier – alles über Pelletpressen.
4. Getreideaerator – sichere Lagerung der Ernte
Die verlustfreie Lagerung der Ernte kann eine Herausforderung darstellen, angesichts der Vielzahl von Parasiten, die auf gelagerte Vorräte lauern.
Man nimmt sogar an, dass Bauern vor vielen Jahrhunderten genau aus diesem Grund Katzen domestiziert haben.
Weitaus gefährlicher für gelagertes Getreide als Mäuse, die heute kein großes Problem mehr darstellen, sind jedoch Pilze und Schimmel. Ihre Nährgrundlage ist unter anderem Feuchtigkeit. Hier kommt der Aerator ins Spiel.
Es handelt sich um ein Gerät zur Belüftung von Getreide während der Lagerung. Es funktioniert nach dem Prinzip des Einblasens von Luft in Silos oder andere Behälter, in denen die Ernte gelagert wird. Auf diese Weise wird die Entwicklung von Pilzen und Schimmel verhindert.
Getreideaeratoren sind mit Belüftungssystemen ausgestattet, die die Luft gleichmäßig verteilen und optimale Lagerbedingungen gewährleisten. Dadurch überhitzt das Getreide nicht, verrottet nicht und fermentiert nicht, was zum Verlust von Nährwert und Qualität führen könnte.
5. Holzhäcksler – hilft, Ordnung zu bewahren
Holzhäcksler ist ein Gerät zum Zerkleinern von Ästen, Stämmen und anderen Holzabfällen in kleinere Stücke, Hackschnitzel oder Späne. Holzhäcksler werden zur Reinigung von Flächen nach dem Beschneiden von Bäumen und Sträuchern oder nach Holzfällarbeiten eingesetzt. Das zerkleinerte Holz kann als Einstreu für Tiere, als Kompostmaterial oder als Brennstoff für Biomasseöfen verwendet werden. Holzspäne sind zudem eine ideale Grundlage für die Herstellung von Pellets und Briketts.
Holzhäcksler helfen, Ordnung im Betrieb zu halten und erhöhen die Effizienz der organischen Abfallwirtschaft. Sie sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich – von kleinen handbetriebenen Modellen bis hin zu größeren Maschinen mit Motorantrieb.
Zusammenfassend
Der Einsatz hochwertiger Landmaschinen steigert die Qualität des Endprodukts und ermöglicht Zeit- sowie Kosteneinsparungen. Der Einsatz spezialisierter Maschinen erlaubt zudem die Wiederverwendung und Minimierung der Verschwendung vieler Rohstoffe.
Bei vielen Geräten kann sich eine scheinbar einmalige Ausgabe langfristig als rentable Investition erweisen.










