Wahrscheinlich mag kein Unternehmer Rohstoffe oder Geld verschwenden. Glücklicherweise kommen Maschinen zur Hilfe, die die Effizienz verschiedenster Produktionsprozesse erheblich steigern können. In der Landwirtschaft, genauer gesagt im Bereich der Fütterung von Nutztieren, ist ein solches Gerät zum Beispiel die
Getreidequetsche – ein einfaches Gerät, das die Effizienz des produzierten Futters deutlich erhöht. Es ist eine gute Option für Landwirte, die sich für die eigenständige Herstellung von Tierfutter entschieden haben.
Wie funktioniert eine Getreidequetsche?
Eine Getreidequetsche ist ein relativ einfaches, mobiles und vergleichsweise kleines Gerät. Sie besteht aus einem Trichter – Dosierer, einem Quetschmechanismus in Form von Stahlwalzen mit Rillen sowie einem Auslass. Die gesamte Konstruktion steht auf vier verstellbaren Füßen. Einige Quetschen verfügen zudem über einen Magnetabscheider, der unerwünschte Metallpartikel auffängt, die ins Getreide gelangt sein könnten.
Die Durchsatzleistung der Quetsche kann mithilfe eines einstellbaren Arbeitsabstands reguliert werden.
Durch den Einsatz eines
Schneckenförderers kann der Prozess des Quetschens von Getreide sogar im Rahmen einer einfachen Produktionslinie automatisiert werden.
Ist die Quetsche einmal konfiguriert, kann mit der Verarbeitung begonnen werden.
In ihren Trichter wird Schrotgetreide eingefüllt, das anschließend zwischen die Walzen der Quetsche gelangt. Dort wird das Getreide gequetscht. Danach fallen die Körner bereits in veränderter Form in einen Behälter unter dem Gerät – damit ist der Prozess abgeschlossen. Diese einfache Verarbeitung erhöht die Verdaulichkeit des Getreides für Tierorganismen um 20 Prozent im Vergleich zu unzerquetschtem Getreide – dies zeigt sich in höheren Gewichtszunahmen bei Nutztieren.
Die meisten Quetschen sind für die Verarbeitung aller Getreidearten sowie von Hülsenfrüchten bestimmt. Gequetschtes Getreide bildet die Grundlage für gut verdauliches und vollwertiges Futter für Nutztiere – Rinder, Schweine, Pferde.
Hohe Verarbeitungstemperaturen können das im Getreide enthaltene Eiweiß zerstören – einen wichtigen Bestandteil der Ernährung von Nutztieren. Eine hochwertige Getreidequetsche arbeitet bei Temperaturen, die den Nährwert des Futters nicht gefährden. Das Eiweiß bleibt unbeschädigt.
Eigene Futtermittelproduktion – Vorteile
Die eigene Herstellung von Tierfutter ist vor allem aufgrund der möglichen Senkung der Fütterungskosten eine attraktive Option. Insbesondere in Betrieben, die über eigenes Getreide verfügen, ist eine solche Lösung wirtschaftlich rentabel.
Der Kauf von Maschinen wie einer Getreidequetsche oder einem
Futterextruder erweist sich mit der Zeit eher als Investition denn als Ausgabe. Es wird geschätzt, dass bei gut geplanter Futtermittelproduktion für den Eigenbedarf Einsparungen von 10–20 Prozent bei den Fütterungskosten möglich sind.
Eigene Futtermittelproduktion und polnisches Recht
Es ist zu beachten, dass gemäß polnischem Recht nicht jeder frei Futtermittel im eigenen Betrieb herstellen darf. Um dies legal zu tun, muss man sich beim Kreisveterinäramt als Futtermittelhersteller registrieren. Nach der Registrierung erhält man eine eigene Veterinärnummer. Aus Sicherheitsgründen muss jede Person, die Futtermittel eigenständig produziert, eine genaue Dokumentation führen. Die bei der Produktion verwendeten Rohstoffe müssen hinsichtlich ihrer Herkunft entsprechend beschrieben werden. Das fertige Futter sollte in einem genau gekennzeichneten Sack mit einem entsprechenden Etikett aufbewahrt werden. Dessen Aussehen sowie die darauf enthaltenen Informationen sind gesetzlich geregelt. Wenn wir den Verkauf der selbst hergestellten Futtermittel planen, erhöht sich die Anzahl der erforderlichen Bescheinigungen und Dokumente zusätzlich.
Daher ist es ratsam, sich vor Beginn der eigenständigen Futtermittelproduktion mit den rechtlichen Aspekten vertraut zu machen, um künftig unangenehme Überraschungen zu vermeiden.