Schneckenförderer – ein Schritt in Richtung Automatisierung

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts revolutionierte Henry Ford die Automobilindustrie und führte in seinen Autofabriken eine neue logistische Erfindung ein – die Produktionslinie. Dieser Moment in der Industriegeschichte kann als Beginn der Produktionsautomatisierung betrachtet werden – ein Prozess, der bis heute weiterentwickelt wird.
Man muss jedoch kein Automobilmagnat aus Detroit sein, um solche Lösungen in der eigenen Arbeit einzuführen. Für einen guten Anfang reicht unser heutiger Held – der Schneckenförderer.
Was ist ein Schneckenförderer?
Ein Schneckenförderer, auch Trogförderer genannt, ist ein Gerät zum Transport von Schüttgut, meist im Rahmen einer einfachen Produktionslinie. Seine Funktionsweise basiert auf der Drehung einer charakteristischen spiralförmigen Schraube, der der Förderer seinen Namen verdankt. Dieses Element, die sogenannte Förderschnecke, bildet eine Art konkave Rinne, die mit dem geförderten Material gefüllt ist. Sie kann sich schneller oder langsamer drehen und so die Förderleistung regulieren. Der gesamte Mechanismus ist äußerst einfach und dadurch zuverlässig.
Schneckenförderer – für welche Anwendungen?
Schneckenförderer werden zum Transport von Ladungen verwendet, die aus kleinen, trockenen, nicht miteinander verbundenen Partikeln bestehen, um sie weiteren Produktionsprozessen zuzuführen. Dabei kann es sich beispielsweise um Getreide, Verschnitt, Sägemehl, Späne oder Mehl handeln.
Wo kann ein Schneckenförderer eingesetzt werden?
Im Sägewerk
Ein Schneckenförderer eignet sich für alle Arten von Holzverarbeitungsbetrieben, insbesondere für solche, die große Mengen an losem Abfall erzeugen. In dieser Konfiguration kann der Schneckenförderer Sägemehl in eine Brikettpresse oder einen Granulator fördern und so Teil einer Pellet- oder Brikett-Produktionslinie sein.
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In Verarbeitungsbetrieben
Förderer finden auch Anwendung in der Landwirtschaft und bei der Verarbeitung landwirtschaftlicher Erzeugnisse.
Die Förderschnecke bewältigt problemlos alle Arten von Getreide. Geräte dieser Art erleichtern außerdem das Befüllen von Säcken und Silos erheblich.
In der Industrie
Kies, Schutt, Sand, Mehl – das sind Materialien, die in der Industrie häufig verwendet werden. Ihre präzise Dosierung gewährleistet ein Schneckenförderer. Besonders in Kombination mit einer automatisierten Produktionslinie kann ein gut konfigurierter Förderer viele Prozesse erheblich beschleunigen und erleichtern. Der Trogförderer wird auch in Chemiebetrieben eingesetzt, wo eine genaue und kontrollierte Dosierung von Substraten obligatorisch ist.
Im Heizraum
Ein Schneckenförderer ist auch ein guter Brennstoffdosierer. Zum Beispiel in Pelletbrennern versorgt der mit einem Steuergerät verbundene Förderer den Ofen je nach aktuellem Wärmebedarf mit der entsprechenden Brennstoffmenge.
Zusammenfassend:
Schneckenförderer sind universelle Geräte, die in ihrer Einfachheit und Vielseitigkeit ihresgleichen suchen. Sie garantieren Präzision und Kontinuität der Arbeit, die bei der manuellen Dosierung von Schüttgut schwer zu erreichen sind. Sie eignen sich hervorragend für nahezu jede Produktionslinie, unabhängig von deren Komplexitätsgrad. Neben logistischen Vorteilen entlasten Schneckenförderer den körperlich arbeitenden Mitarbeiter und nehmen ihm gewissermaßen die Last von den Schultern.










